Predigt zu Lukas 10,1-9: Der Auftrag, Frieden zu bringen – predigt zu lukas 10 1 9 österreich

Bibelkommentar
Predigt zu Lukas 10,1-9: Der Auftrag, Frieden zu bringen – predigt zu lukas 10 1 9 österreich
Lukas 10,1-9 · Lutherbibel 1912
Lukas 10,1-9 (Lutherbibel 1912)
“Darnach sonderte der HERR andere siebzig aus und sandte sie je zwei und zwei vor ihm her in alle Städte und Orte, da er wollte hinkommen, und sprach zu ihnen: Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige. Bittet den HERRN der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte. Gehet hin; siehe, ich sende euch als die Lämmer mitten unter die Wölfe. Tragt keinen Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüßet niemand auf der Straße. Wo ihr in ein Haus kommt, da sprecht zuerst: Friede sei in diesem Hause! Und so daselbst wird ein Kind des Friedens sein, so wird euer Friede auf ihm beruhen; wo aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. In dem Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von einem Hause zum anderen gehen. Und wo ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, da esset, was euch wird vorgetragen; und heilet die Kranken, die daselbst sind, und saget ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.”
Zwischen Reiseauftrag und Gemeinschaft: so verstanden Juden die „Ernte“ und „Frieden“
Die Verse Lukas 10,1-9 stehen im größeren Zusammenhang der Reise Jesu nach Jerusalem. In dieser Zeit bewegten sich Menschen viel zu Fuß zwischen Dörfern und Städten, um Handel zu treiben, zu lehren oder zu beten. Ein Sendungsauftrag war daher nicht nur „geistlich“, sondern auch ganz real mit Wegen, Begegnungen und Gastfreundschaft verbunden.
Das Bild „Ernte“ greift eine bekannte landwirtschaftliche Sprache auf. In Israel und im Mittelmeerraum war die Ernte eine Zeit, in der alle Hände gebraucht wurden: Sie steht für Reife, Nähe und Dringlichkeit. Jesus sagt nicht: Die Ernte ist klein, sondern: sie ist groß. Damit wird deutlich, dass Gottes Handeln bereits begonnen hat und dass Menschen nun eingeladen werden.
Auch der Begriff „Friede“ ist in der Kultur nicht bloß eine innere Stimmung. Im antiken Sprachgebrauch bedeutet Frieden oft „ganzheitliches Wohlergehen“ und „geordnete Beziehung“. Ein Gruß wie „Friede sei in diesem Hause!“ war daher eine förmliche Zusage: Gott soll in dieser Gemeinschaft wirken. Dass Jesus zugleich sagt, man solle nicht von Haus zu Haus ziehen, schützt die Sendboten davor, das Ziel zu verlieren. Gastfreundschaft war zentral: Wer „einen Arbeiter“ aufnimmt, ehret damit den Auftrag.
Schließlich zeigt die Aufforderung, Kranke zu heilen und das Reich Gottes anzukündigen, dass die Botschaft nicht nur Worte sein sollte. Sie wurde als Zeichen sichtbar, sodass Menschen „nahe“ an Gott heranrückten.
Sprachton im Griechischen: „Frieden“ und „Reich Gottes ist nahe“
In Lukas 10,1-9 prägen vor allem zwei Formulierungen den Ton. Erstens „Friede“: Im Griechischen steht hier der bekannte Begriff für Frieden, der mehr umfasst als Abwesenheit von Konflikten. Er bezeichnet eine positive, göttlich geschenkte Ordnung—Beziehung zu Gott und untereinander. Deshalb passt es als Gruß in ein konkretes Haus: Gottes Frieden soll in dieser Familie/Gruppe „wirksam“ werden.
Zweitens „das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen“. Der Ausdruck „nahe gekommen“ trägt im Griechischen die Nuance von „herangekommen, präsent geworden“. Es ist nicht bloß eine ferne Verheißung für später, sondern eine zeitliche Nähe: Gottes Herrschaft tritt bei den Boten in wirksame Nähe zu den Hörenden. Dadurch wird die Handlungsaufforderung logisch: Heilungen und Gespräche sind nicht Dekoration, sondern Zeichen für das, was Gott gerade tut.
Insgesamt ist die Sprache Jesu sendungsbewusst und zugleich seelsorgerlich: Sie vereint Dringlichkeit (Ernte, Nähe), Klarheit (nicht ablenken lassen) und Zuwendung (Frieden zusprechen).
Die Ernte ist groß: Warum Jesus zuerst beten lässt (Lukas 10,1-2)
Jesus beginnt seinen Auftrag nicht mit „Jetzt macht euch auf“, sondern mit einer Diagnose und einem Gebetsimpuls. „Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige.“ Das ist mehr als statistische Beobachtung. Es ist eine geistliche Perspektive: Gott handelt bereits, Menschen sind empfänglich, aber der Dienst ist unterbesetzt.
Dass Jesus „den HERRN der Ernte“ bittet, Arbeiter auszusenden, zeigt die Priorität von Gottes Wirken. Evangelisation und Gemeindeaufbau sind nicht primär menschliche Strategien, sondern Antwort auf Gottes Initiative. Dennoch bleibt die Konsequenz klar: Wer betet, wird gesendet.
Jesus sonderte „andere siebzig“ aus. Das erinnert daran, dass Gottes Mission nicht nur an den ganz wenigen „Hauptfiguren“ hängt. Mehrere werden gebraucht, paarweise („je zwei und zwei“). Paarweise Sendung hat praktische Gründe: gegenseitige Unterstützung, Rechenschaft und Bestätigung. Sie ist auch geistlich bedeutsam: Die Botschaft soll glaubwürdig gehört werden.
Außerdem wird die Dringlichkeit betont: „da er wollte hinkommen“. Christus ist nicht abwesend; sein Kommen zielt auf bestimmte Orte und Menschen. Damit bekommt die geographische Realität (Städte und Orte) theologisches Gewicht. Mission geschieht nicht nur „im Allgemeinen“, sondern in konkreten Haushalten, Begegnungen und Situationen.
So entsteht ein Lernweg: Die Ernte ist groß—das bedeutet Hoffnung. Die Arbeiter sind wenige—das bedeutet Verantwortung. Und die Lösung beginnt im Gebet—das bedeutet geistliche Ausrichtung. Die Frage lautet: Welche Menschen werden jetzt gebraucht, und wie kann ich mich von Gott in seinen Dienst nehmen lassen? In Lukas 10 setzt Jesus die Richtung: erst beten, dann gehen.
Als die Lämmer mitten unter die Wölfe: Mut ohne Selbstschutz (Lukas 10,3)
Mit der Formulierung „als die Lämmer mitten unter die Wölfe“ beschreibt Jesus die Spannung, in der Sendboten leben: Sie sind nicht mächtig im Sinn von menschlicher Stärke, aber sie tragen eine göttliche Botschaft. Lämmer sind verletzlich; Wölfe stehen für Gefahr, Druck und Widerstand.
Das bedeutet nicht, dass Christen naiv gegen Widerstand „durchhalten“ sollen. Es bedeutet vielmehr: Die Sendung gründet nicht auf Dominanz, sondern auf Gehorsam gegenüber Christus. Wer „als Lamm“ unterwegs ist, vertraut darauf, dass Gottes Wahrheit mehr wiegt als menschliche Überlegenheit.
Der Auftrag verlangt daher eine geistliche Priorisierung. „Tragt keinen Beutel noch Tasche noch Schuhe“ wirkt auf den ersten Blick radikal—und ist zugleich eine Einladung, nicht durch Sorgen und Vorräte das Herz zu binden. Jesus will Ablenkung verhindern: Wer versorgt sich ständig mit zusätzlichen Möglichkeiten, verfehlt leicht die Botschaft, die „jetzt“ ansteht.
Auch „grüßet niemand auf der Straße“ darf man nicht als unchristliche Unhöflichkeit missverstehen. Es geht vielmehr um Zeit, Aufmerksamkeit und Ziel. In einer Kultur, in der Begrüßungsrituale Zeit beanspruchen konnten, setzt Jesus eine klare Linie: Die Mission ist nicht ein Umweg, sondern der Weg selbst ist Auftrag.
Damit verbunden ist eine geistliche Haltung: Der Bote steht nicht im Mittelpunkt. Christus steht im Mittelpunkt. Die Botschaft soll in den Alltag hinein „durchbrechen“, ohne sich in organisatorischen Details zu verlieren.
Praktisch heißt das: Wer Gottes Frieden verkündigt, braucht keine Show, sondern Integrität. Wer in feindlicher Umgebung respektvoll handelt, zeigt damit: Die Kraft der Botschaft liegt in Gott, nicht in unserer Fähigkeit, uns zu schützen.
Friede im Haus: Annahme und Rückwendung (Lukas 10,5-7)
Der Gruß „Friede sei in diesem Hause!“ ist ein Schlüssel zum ganzen Abschnitt. Jesus lehrt die Sendboten, zuerst Worte des Segens zu sprechen, bevor sie Forderungen stellen. Das Reich Gottes beginnt bei ihm nicht mit Drohung, sondern mit Frieden.
„Und so daselbst wird ein Kind des Friedens sein, so wird euer Friede auf ihm beruhen; wo aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.“ Hier wird deutlich: Frieden ist nicht nur ein kurzer Satz, sondern eine Beziehungslinie. Wenn jemand den Frieden annimmt, wirkt er weiter—als Einladung zur Lebenswende. Wenn er nicht angenommen wird, bleibt der Segen nicht „verloren“; er kehrt zum Boten zurück. Jesus schützt damit die Sendboten vor Verzweiflung und vor manipulativer Frustration.
„Ein Kind des Friedens“ meint nicht „jemand, der automatisch perfekt ist“, sondern Menschen, die in ihrer Haltung offen sind für Gottes Zuspruch. Es geht also um Empfangsbereitschaft: Wie reagieren die Herzen auf die gute Botschaft?
Besonders bemerkenswert ist auch die Anweisung: „In dem Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert.“ Jesus fordert Beständigkeit statt rastloser Wechsel. Wer von Haus zu Haus zieht, riskiert, nur noch nach Komfort oder nach bestimmten Bedingungen zu suchen. Bleiben bedeutet: Vertrauen in die Gastfreundschaft, Respekt vor den Menschen und eine konkrete Form von Ruhe.
„Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert“ ist ein Satz mit sozialer Tiefe. Mission soll nicht ausbeuten, aber sie soll auch nicht verachten, wenn Menschen Dienst unterstützen. Das ist ein ethisches Prinzip: Gottes Auftrag soll glaubwürdig in beide Richtungen gelebt werden.
So wird die Begegnung zwischen Boten und Gastgebern zum Ort des Reiches Gottes. Frieden ist die erste Gabe, Beständigkeit die Ausdrucksform, und würdige Versorgung die Form von Gerechtigkeit.
Heilung und Botschaft: Das Reich Gottes ist nahe (Lukas 10,8-9)
In den Versen 8 und 9 wird die Mission konkret. „Und wo ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, da esset, was euch wird vorgetragen.“ Wieder geht es um Gastfreundschaft, aber auch um Vertrauen: Wer angenommen wird, darf nicht misstrauisch jedes Detail kontrollieren. Essen ist hier nicht nebensächlich; es ist Teil des Gemeinschaftslebens.
Die Aussage „und heilet die Kranken, die daselbst sind“ zeigt: Die Verkündigung soll eine sichtbare Dimension haben. Heilung ist ein Zeichen, dass Gottes Herrschaft Menschen erreicht. Sie ist keine Theaternummer und nicht die Grundlage für verdiente Gnade. Aber sie macht Gottes Nähe erfahrbar.
„und saget ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.“ Die Botschaft ist nicht nur „Gott existiert“ oder „sammelt euch spirituell“, sondern: Gottes Herrschaft ist in eurem Bereich gegenwärtig geworden. Diese Nähe ist entscheidend. Sie stellt die Zuhörer vor eine Entscheidung: Wie reagiert ihr, wenn Gott sich euch nähert?
Auch hier wird die Reihenfolge wichtig: Erst das Zuhause, dann das Zeichen, dann der Satz der Botschaft. Jesus verbindet Beziehung und Inhalt. Dadurch wird klar: Die Verkündigung ist an konkrete Menschen gebunden.
Der Abschluss des Abschnitts macht das Ziel sichtbar: Reich Gottes wird nicht abstrakt „später“ angekündigt, sondern „jetzt“ in der Begegnung. Das gilt damals wie heute.
Für die Predigt zu Lukas 10,1-9 Österreich (bzw. für jede Gemeinde) ist das eine herausfordernde Erinnerung: Wer sagt, das Reich Gottes sei nahe, darf nicht nur darüber sprechen, sondern soll Liebe, Frieden und praktische Hilfe erkennbar machen. Und wer Menschen begleitet, soll ihnen nicht mit Druck die Entscheidung abpressen, sondern ihnen Gottes Nähe glaubwürdig nahebringen.
Gebot der Klarheit: weniger Ablenkung, mehr Gehorsam
Mehrfach betont Jesus Handlungsweisen, die wie „negative“ Anweisungen wirken: nicht unterwegs von Haus zu Haus gehen, nicht mit Gepäck alles vorbereiten, keine endlosen Begrüßungen auf der Straße. Auf den ersten Blick könnten solche Regeln streng erscheinen. Doch im Kern sind sie Freiheitsschutz.
Jesus will, dass die Sendboten nicht durch alltägliche Sorgen und soziale Rituale so gebunden sind, dass sie die Botschaft verlieren. Ein „Beutel“, eine „Tasche“ und „Schuhe“ stehen sinnbildlich für den Versuch, durch Vorsorge die Kontrolle zu behalten. Jesus setzt dem die Bereitschaft entgegen, sich führen zu lassen.
„Ihr sollt nicht von einem Hause zum anderen gehen“ ist ebenfalls ein Schutz vor Getriebenheit. Man könnte sagen: Statt ständig nach dem „besseren“ Ort zu suchen, soll man den Ort annehmen, den Gott öffnet. Das ist ähnlich wie in der Seelsorge: Nicht jede Tür ist für jedes Gespräch gleich offen, aber in jeder geöffneten Tür wirkt Gott.
Dazu passt auch das Verbleiben: „Bleibet, esset und trinket, was sie haben.“ Das wirkt fast wie eine Einübung in Dankbarkeit. Wer nicht rastlos sucht, lernt, die gegebenen Ressourcen zu respektieren.
Schließlich ist die Botschaft „Friede“ nicht nur für die Empfänger gedacht, sondern auch für die Boten. „So wird euer Friede auf ihm beruhen“ und „wieder zu euch“—dies ist ein emotionaler Schutz vor dem Gefühl, dass das Scheitern eine persönliche Schuld sei. Jesus baut die Sendung so, dass sie nicht nur von Erfolg abhängt.
So wird aus dem Auftrag ein geistlicher Lebensstil: klare Prioritäten, Gehorsam statt Selbstsorge, Beständigkeit statt rastloser Anpassung. Wer die Verse liest, hört darin den Ruf: Verzettle dich nicht—sei ganz da, wo Gott dich gerade sendet.
So wendest du das heute an: Frieden zusprechen, bereit sein, dienen
Lukas 10,1-9 lässt sich in drei praktische Schritte übersetzen. Erstens: Beginne mit Gebet. Frag dich täglich: Wo ist heute „Ernte“—welche Menschen sind offen, welche Gespräche sind möglich? Plane nicht nur Aktionen, sondern bitte Gott, Arbeiter zu senden und dich selbst einzubeziehen.
Zweitens: Bring Frieden zuerst. Das kann ganz einfach heißen: in einem Gespräch respektvoll ankommen, gut zuhören, Segensworte aussprechen, statt sofort zu drängen oder zu belehren. „Friede“ bedeutet: Ich will nicht gewinnen, ich will dienen. Wo Menschen nicht offen sind, nimm das nicht als endgültige Ablehnung Gottes, sondern halte deinen Frieden innerlich—und geh weiter.
Drittens: Lebe die Botschaft sichtbar. Jesus verbindet Verkündigung mit praktischer Hilfe: „heilet die Kranken“. Das kann heute verschieden aussehen: Krankenbesuche, Gebet am Krankenbett, Unterstützung in konkreten Nöten, Hilfe für Familien, die erschöpft sind. Wichtig ist die Reihenfolge: Beziehung und Zuspruch gehen der „Botschaft“ nicht voraus oder nach, sondern zusammen.
Außerdem hilft die Anleitung „nicht von Haus zu Haus gehen“ für den Alltag: Statt ständig den nächsten Ort oder die nächste Ablenkung zu suchen, bleibe bei dem, was Gott gerade öffnet—mit Geduld, Loyalität und Dankbarkeit.
So wird dein Zeugnis glaubwürdig: Du sendest nicht nur Worte, sondern Frieden, Zeit und reale Liebe.
Verwandte Bibelstellen
Matthäus 9,37-38
Jesus sagt dort sinngemäß: Die Ernte ist groß, und darum soll man beten, dass Arbeiter ausgesandt werden.
Johannes 20,21
Wie der Auferstandene die Jünger sendet, so bleibt auch hier die Sendung an Christus selbst gebunden.
Römer 12,18
Der Ruf zu Frieden mit allen passt zur Weisung, Frieden im Haus zuzusprechen und die Beziehungslinie zu achten.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der Auftrag „Friede sei in diesem Hause“ in Lukas 10,1-9?
Erst der Frieden wird zugesprochen, bevor die Botschaft „kommt“. Frieden steht für Gottes gute Ordnung und Beziehung. Wenn Menschen ihn annehmen, wirkt Gottes Zuspruch weiter. Wenn nicht, soll der Bote nicht verbittert werden, sondern seinen inneren Frieden bewahren und weitergehen.
Warum sendet Jesus die Jünger zu zweit und mit wenig Gepäck?
Zwei zusammen stärken sich gegenseitig und helfen, glaubwürdig und verantwortungsvoll zu dienen. Wenig Gepäck schützt vor Ablenkung und Selbstsorge: Nicht Kontrolle, sondern Gehorsam und Vertrauen sollen den Weg bestimmen. So bleibt die Botschaft im Zentrum der Reise.
Welche Rolle spielen Heilungen im Reich-Gottes-Auftrag?
Heilungen sind Zeichen, dass Gottes Herrschaft nahe ist und nicht nur als Lehre existiert. Sie machen Gottes Nähe erfahrbar und bestätigen die Verkündigung. Entscheidend ist: Heilung dient der Liebe und dem Reich Gottes, nicht dem Selbstzweck.
Wie predigt man Lukas 10,1-9 heute, ohne Druck auszuüben?
Sprich Frieden zu, hör zu und biete Hilfe an, statt Menschen zu bedrängen. Mache klar, dass das Reich Gottes nahe ist—aber respektiere die Antwort. Wo Türen offen sind, bleib geduldig und beständig; wo sie nicht offen sind, lass den Frieden zurückkehren und gehe mit Gottes Führung weiter.
Ein kurzes Gebet
Herr, du bist der HERR der Ernte. Sende Arbeiter in deine Ernte und gib uns Herzen, die bereit sind, dich zu vertreten. Lass uns Frieden zusprechen, mit Geduld bleiben und deine Nähe in Liebe sichtbar machen. Bewahre uns vor Ablenkung, vor Verbitterung und vor dem Wunsch, selbst im Mittelpunkt zu stehen. Stärke uns, damit Menschen dich hören und erfahren. Amen.








